Mund- und Nasenschutzmaske

Hurra, die ersten Masken* sind fertig!

Nach wenigen Tagen der Absprachen zwischen Abnehmern und unserem Mitglied Elvira Kotzolt steigt nun heute die Produktion der Mund-Nasen-Schutzbehelfsmasken. Die Vorlage stammt aus dem Internet und ist eine selbstgenähte Schutzmaske aus Stoffen ohne Kunstfasern, vorzugsweise aus weißem Leinen.

Alle Bordenauerinnen und Bordenauer mit einer Nähmaschine sind aufgerufen, sich an der Produktion zu beteiligen. Die Nähhilfe ist im Internet unter der Webadresse der Stadt Essen https://www.essen.de/gesundheit/coronavirus_6.de.html veröffentlicht und kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden https://media.essen.de/

Konkrete Nähhilfen können auch bei Elvira Kotzolt erfragt werden unter Tel. 05032/4879. Sie kann auch über weitere "Kunden" in Bordenau informieren und nimmt entsprechende Nachfragen entgegen. Genähte Masken können bei ihr zur Verteilung abgegeben werden.




Logo der Landfraueninitiative

Die Landfrauen aus Wunstorf und Umgebung organisieren ein Angebot zum Verkauf kostenloser selbstgenähter Masken. Sie hoffen auf Unterstützung vieler privater Lieferungen. Der Shop wird auf der Webseite https://www.landfrauen-helfen.de/ angeboten. Silke Dai, Mitglied der Dorfwerkstatt Bordenau, unterstützt die Initiative mit einer Sammelstelle (Bordenau, Steinweg 53).




 * Zur Abwehr nur bedingt einsetzbar
(Artikel aus Süddeutscher Zeitung vom 1.4.2020)

Sie sind kein Wundermittel, können aber hilfreich sein: Was beim Einsatz von Masken zu beachten ist.

Fehlende Masken, falsche Masken, gefährliche Masken - Tücher, Schals oder Selbstgemachtes als Ersatz: Fast überall in der Welt fehlt Schutzausrüstung, in Kliniken und Arztpraxen werden Handschuhe, Kittel und Gesichtsmasken gestohlen. Doch welche Möglichkeiten gibt es, sich vor Ansteckung zu schützen?

Ein Überblick.
Wie gut schützen einfache Masken?
Der auch als chirurgische Maske bezeichnete Mund- und Nasenschutz wird in Krankenhäusern und Arztpraxen verwendet. Er besteht aus mehreren Lagen Papier und Vlies, wird hinter den Ohren fixiert und soll vor Erregern und Sekrettröpfchen schützen. Diese Masken halten größere Partikel ab, verfügen aber nicht über Filter, um vor Viren zu schützen. Der Schutz vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 ist gering. Spätestens nach einmaligem Gebrauch sollten sie entsorgt werden. Klinikmitarbeiter tragen sie längstens für eine Schicht, also sechs bis acht Stunden.

Welchen Schutz bieten Tücher, Schals oder selbstgenähte Masken?
Solche Stoffe können zwar einen gewissen Schutz bieten. Sie stellen eine Barriere dar, die verhindert, dass eigene Sekrettröpfchen mit Wucht in die Umgebung geschleudert werden. Auch Erreger von außen gelangen auf diese Weise nicht ungehindert in Mund und Nase. Allerdings warnen Fachleute vor unsachgemäßem Gebrauch.

Warum ist oft von Mundschutz die Rede, durch die Nase können ja auch Erreger per Tröpfchen in den Körper gelangen? Mundschutz ist die umgangssprachliche Abkürzung für Mund- und Nasenschutz. Die Masken sollten beides, Mund wie Nase, bedecken und zudem deutlich unter das Kinn reichen. Dazu sind an der Oberseite der Masken Metallbügel angebracht, die an den Nasenrücken und die Wangen angepasst werden. Damit wird auch verhindert, dass Luft nach oben austritt. Werden sie nur über dem Mund getragen, wie das NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kürzlich getan hat, ist die Schutzwirkung noch geringer.

Weshalb werden einfache Masken dennoch empfohlen und sollen in Österreich vor Supermärkten verteilt werden?
Einfache, chirurgische Masken schützen den, der sie trägt, kaum vor Viren. Allerdings bremsen sie den Ausstoß von Sekrettröpfchen. Beim Niesen oder Husten, ohne dass die Ellenbeuge vor den Mund gehalten wird, können Tröpfchen mit 180 Kilometer pro Stunde in die Umgebung geprustet werden und weiter fliegen als den Mindestabstand von zwei Metern. Auch wer sich eine einfache Maske umbindet, verhindert damit, dass sich die Viren ungebremst weiterverbreiten.

Welche Eigenschaften haben spezielle Schutzmasken gegen Viren?
Diese Masken halten Viren und andere Erreger oder Schadstoffe ab. Für die Behandlung von Covid-19-Patienten sind dies vor allem FFP2- und FFP3-Masken. FFP steht für "Filtering Face Piece"; die Masken gibt es in drei Filterklassen.

Wie wird eine Schutzmaske richtig aufgesetzt?
Medizinische Laien können es nicht immer vermeiden, dass sie sich ins Gesicht fassen, wenn sie eine Schutzmaske aufsetzen. Deshalb sollten die Hände vorher gründlich mit Seife oder Desinfektionsmittel gereinigt werden. Sodann muss die Maske Mund und Nase bedecken und eng angepasst werden, sodass keine Lücken zwischen Gesicht und Maske bleiben.

Was ist zu beachten, wenn die Maske sitzt?
Die meisten Menschen sind es nicht gewohnt, eine Maske zu tragen. Es kann jucken und irritieren. Während die Maske im Gesicht sitzt, sollte man sie nicht berühren. Falls dies passiert, Hände mit Seife waschen oder desinfizieren, denn egal wie gut sie filtert, an der Maske sammeln sich möglicherweise Erreger. Sobald die Maske durchfeuchtet ist, sollte sie gewechselt werden, spätestens nach sechs bis acht Stunden. Um die Maske abzusetzen, sollte man sie hinten an den Bändern lösen, auf keinen Fall vorne am Schutzvlies. Danach in einem Mülleimer mit Deckel entsorgen. Hände gründlich mit Seife reinigen.

Kann man Masken wiederverwenden?
Das ist ein heikles Thema, denn ohne sichere Handhabung steigt das Infektionsrisiko, statt zu sinken. Wiederverwendung ist nur für dieselbe Person möglich. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Maske zwischendurch an trockener Luft lagert, keine Erreger von der womöglich kontaminierten Außenfläche auf die Innenseite kommen und Absetzen wie Wiederaufsetzen mit sauberen, desinfizierten Händen erfolgen. Masken sollten nicht mit Desinfektionsmittel gereinigt werden, weil das ihre Funktion beeinträchtigen kann.

Sollten Gesunde Schutzmasken tragen?
Ein Mund-Nasen-Schutz für Gesunde wird bisher nicht empfohlen. Die Maske oder "eine andere Form der Barriere" könnte laut Robert-Koch-Institut dazu führen, "dass die Abstandsregel nicht mehr eingehalten oder die Händehygiene nicht mehr umgesetzt wird". Schutz für andere ist damit möglich, aber es gibt demnach keine ausreichenden Beweise, dass Gesunde mit Maske ein signifikant geringeres Risiko haben, sich anzustecken. Laut WHO könnte das Tragen einer Maske vielmehr ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Masken sollten also weiterhin nur Ärzte und Pflegekräfte tragen, die Infizierte betreuen oder behandeln. Die von der WHO erwähnte Studie aus dem New England Journal of Medicine, wonach Viren in der Luft womöglich länger haltbar sind, entstand unter Laborbedingungen und lässt sich nicht direkt auf den Alltag übertragen, ändert also nichts an bisherigen Empfehlungen.



Und hier noch ein Verweis auf die Webseite der "taz"

Maskenpflicht für alle!
Totalen Schutz bieten die Masken nicht, doch wenn alle sie tragen, ist die Ansteckungsgefahr dramatisch reduziert.